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Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Glückskeks für Sconebeke

Nachdem man sich über den Umzug der Autobahnmeisterei von Plötzkau nach Plötzky kaum eingekriegt hat, der Schnee vor dem Rathaus beräumt ist und die Selbstkritik um sich greift, war dem Heimatblättchen zu entnehmen, dass die letzte Bauausschusssitzung eine wahre Wonne der Glückseligkeit gewesen sein muss!

Unter dem Deckmäntelchen einer planerischen Glanzleistung eines Stadtplanungsbüros aus Dessau-Roßlau verbirgt sich der gefühlt dreizehnte Versuch die verseuchte Brachlandschaft des ehemaligen Gummiwerks zu erschließen.

Dann heißt es bald in glühenden Landschaften,
Willkommen in der Schillerstraße, so oder so ähnlich. Ganz schön geheimnisvoll und unausgegoren und irgendwie hexenküchenartig. Für das Städtchen ergibt sich nur der Vorteil, dass die Gülle aus dem Boden kommt und das dreckige Grundwasser nicht mehr ganz so dreckig ist. Zwei bis 28 Milliönchen wird sich der feine Herr aus
NRW das Ganze aber wohl kosten lassen müssen, ehe er den ersten Spatenstich für blassgelbe Klinkerhäuschen à la BLAUER STEIN stechen kann. Dazwischen platzieren wir dann den 14. Aldi und fertig ist das nächste Traumfängerchen, das dann bis 2013 eh wieder vergessen ist.

Der gute Herr Krmela ist allerdings für eine weitaus effektivere und kostengünstigere Aufwertung von Altlasten bekannt. Man tummelt sich nämlich auf diversen Verantaltungen zum Thema EVENTCAMPING und Architekturtourismus. Gut er kommt aus der Bauhausst
adt - da gehört das fast schon zum guten Ton, allerdings wäre das doch auch mal was!!

Eventcamping in Schönebeck an der Elbe.
Wir lassen das Drecksloch einfach stehen, installieren 75 Neonbaustrahler, legen ein b
ißchen düstere Musik auf und verticken für 17,50€ Ferien auf dem Gruselhof! Eine echte Alternative, wenn man bisher nur Bauausschusssitzungen für den gleichen Funfaktor in good old Schönebeck besuchen konnte.

Der Malzirkel um Rathauspreisträger No.3 hat uns übrigens schon mal ein geschmackvolles Aquarell zur Verfügung gestellt. Titel der Hommage an eine längst vergangene Zeit ist
"Der verlorene Glückskeks im Dickicht".

Und der Oberhaase macht uns den Drillinstructor im RathausBootCamp. Basta!



Willi

Montag, 17. August 2009

Schönen Urlaub..

Ich bin nicht da. Weather is here, wish you were nice.
Die allerliebsten Urlaubsgrüße sendet Euch Euer Oberbürgermeister...
Meine lieben Bürgerinninnen und Bürger, ich wünsche Euch erholsame Tage in unserem Städtchen.




Wer wird in meiner Abwesenheit die Macht übernehmen?
Geht die Stadtratssitzung ohne mich über die Bühne?
Was sagt Frau Schall, was sagt Herr Dobisch? Ach so, der ist ja gar nicht mehr da?!!
Wo ist mein Dieterchen? Wo ist Frau Adler? Frau Adler!! Sie machen das!! Los!
Ach man, lauter Fragen, ich hab eigentlich gar keine Lust in den Urlaub zu fahren! Ich will doch eigentlich so viel machen, hier in der Stadt! So viel! Macht doch mal Vorschläge, was ich machen soll, wenn ich zurück bin, wenn...

Machts gut!

Euer Oberbürgermeister!

Mittwoch, 5. August 2009

Ürsula der Überflieger

Der Tage muss man sich erstaunt die schweinegrippegetrübten Äuglein reiben. In jedem Ausschuss des Stadtrates sitzt ein kleines Zwerglein in immer den gleichen bunten Gewändern und palavert von Extrakten und inneren Kreisen, als würde es um die Merseburger Zaubersprüche gehen. Dieses kleine Wesen wird von Kindsbeinen an Ürsula genannt und hat sich trotz uneindeutiger Charakterisierung nach Grzimek, zu einem Bürger des Städtchens gemausert.

Das Schöne an Ürsula ist die uneingeschränkte Hoheit auf den Gebieten Haushaltsrecht, Bauhof, Stadtumbau, Personalangelegenheiten und Referatsrecht in allen Angelegenheiten der inneren und äußeren Kreise der Stadtverwaltung. Da fragen doch Genosse Oberst und der ein oder andere Neustadtrat unter dem Aspekt Diverses, Dieses und Jenes und bekommen statt von der Verwaltung, Antwort von der allgemeinen Wachhabenen, der Ürsula. Das geht so ganz einfach. Gut, vielleicht liegt es an der noch nicht ganz so eingeschliffenen Sitzungsleitung in diesem und jenen Gremium, aber dass sich selbst der Haasenmann zu der ein oder anderen Mißachtung der Gemeindeordnung hinreißen läßt, nur weil Flatterelse mit den dünnen Kalklatten von Bürgernähe und Öffentlichkeitsinteresse kräht, ist schleierhaft.

Vielleicht sollte die neue Bürgerhotline 115 in Zukunft ausschließlich von Ürsula betreut werden. Ein kleines Briefchen an die TELEKOM gefällig? Antrag auf Einrichtung einer FreeCallNummer? 0800-Ü-R-S-U-L-A?? Mitnichten ist ja derzeit schon pausenloses Klingeln im Malzmühlenfeld zu vernehmen, wenn mal wieder hier und da, nach dem Lesen des Heimatblättchens der Schuh drückt oder die Birne pocht.

Wenn das so weiter geht, sparen wir im Haushaltsjahr 2010/ 2011 Unmengen an Personalkosten! Das macht dann einfach Ürselchen alles mit. Tramp und Schulke einfach ad acta. Neue Wirtschaftsförderungs-, Kultur- und Ordnungsdezernentin wird einfach das schwebende Wesen. Neue Soleparkchefin auch! Ey Haasenmann, die B-Vorlage zur Inthronisierung des neuen Baudezernenten, kannst du von der Tagesordnung nehmen. Vom Bauen hat die Ürsula natürlich auch eine Ahnung.

Schade nur, daß nach dem politischen Ableben vom Haasenmann, dass Ürsula schon zu alt ist, um auch noch OberbürgermeisterIn zu werden.

Wer auch mal so tun möchte, als sei er oder sie ein echtes Ürselchen, der gehe zum nächsten Wochenmarkt am Stadtpark und besorge sich für 5 bis 10 € ein tolles buntes Gewand aus 100% Polyesther. Anschließend ist noch eine Behandlung mit Bleichmitteln aus JacksonRestbeständen von Nöten. Geschwind noch mit ein paar Markierstiften und Klebezetteln ausgestattet und dann kann es los gehen. Das Wörtchen EXTRAKT sollte ziemlich flüssig mit gespitzten Lippen artikuliert werden können und der Rest wird dann unter uns FINANZERN im inneren Kreis geklärt...

Machts gut! Ihr habt das alles so gewollt!!!!!!!!

Willi

Donnerstag, 2. Juli 2009

Unterdrücktes Häschen und amtstote Dezernenten

Ach herje, so lang ist's schon her, dass ich das Geschehen im Städtchen betrachtet habe.
War ein wenig hier und da. Habe die Agenda JACKson geklärt, Angela eine neue JACKe gekauft, eine Flasche JACK Daniels getrunken und einem JACK-Russell-Terrier aus dem Tierheim Schönebeck ein neues Zuhause organisiert.

Nachdem im Städtchen eine letzte Stadtratssitzung stattgefunden hat und der feine Herr Oberbürgermeister sich generös zu einem Gläschen Sekt hingerissen hat, gab es noch eine letzte Ratssause, die die bunten Häuser noch bunter machte.

Nach der
letzten und allerletzten, jetzt, am Dienstag dann die allerallerletzte, diesmal Sondersitzung. Und das Ganze obwohl Löckchen im Amtsgewand gar nicht wollte. Es trieb ihn zwar die Angst des Einfahrens in den Bau um, aber neue Erkenntnisse trieben ihn dazu, den Antrag auf SonderSonderSitzung einfach liegen zu lassen. Vielleicht fällt bei genügend Bewegungsmangel ausreichend Staub zur Abdeckung des Wischs. 11 wackere Recken erinnerten dann aber doch an die Umsetzung von Satzung, Recht und Ordnung und somit kam Mr.President Czarnetta doch noch einmal zum Zug. Damit ist nicht die neue Sachgebietsleiterin Allgemeiner Ordnungsdienst gemeint. Da würde es ja zur Zug heißen. Also nur keine Gerüchte aufkommen lassen.

Alle wollen einen neuen Kindergarten, alle telefonieren, alle rennen, alle machen und alle, aber auch wirklich alle sind davon überzeugt, dass das schon seine Richtigkeit hat. Investition in Erbbaupacht. Ein Schreckgespenst in den Fluren des Karnickelbaus. Schließlich ist es ja die verhasste AWO um Elke L., die da fetten Kanaster bekäme. Häschen-Schlau denkt, wenn ich den Eindruck erzeuge, dass das gar nicht geht und wir die einzigen wären, dann glauben sie bestimmt, dass es nicht funktioniert.
Komisch nur, dass in der gesamten Republik die Erbbaubuden in Schlange stehen, um sich die Schecks aus den Ministerien abzuholen, als gäbe es Bananen!!
Kleine Gedankenstütze für Euch:
Stadion Potsdam, Sanierung aus Konjunkturpaketmitteln, 30 Jahre Erbbau, Zuschuss der Stadt Delitzsch 280.000€, Außerplanmäßige Ausgabe für Sanierung Kita "Am Park"
Stadt München, Altenheim-Sanierung in Lochham
und und und und...

Wenn ich auf meinem Schreibtisch den Stapel der Beispiele mit einem Zentimetermaß der Höhe nach vermesse, gelange ich bis zum dritten Strich und ein bißchen... Willst du mehr hören, mein Oberbürgermeister. Weißt ja Bescheid, wo du den Willi findest, nicht wahr? In deiner bescheidenen Hütte am Markt 1 sitzen drei von uns Willis...

Ach, und da beschwerst du dich noch über den politischen Druck gegen deine Verzögerungstaktik? Beschwer dich ruhig weiter. Lange keinen politischen Druck verspürt? Das letzte Mal, als der Druck noch da war, warst du wahrscheinlich noch 12 Jahre jünger und noch Mitglied der CDU! Die fetten Jahre sind vorbei. Jetzt musst du dein Haar ein wenig offener tragen und dir halt ein bißchen kalten Wind aus der vermeintlich falschen Richtung um dein süßes Näschen wehen lassen. Stampf nur auf mit dem Schühchen, mach den dicken Maxen in der ein oder anderen gastronomischen Einrichtung in deinem Städtchen, aber vergiss eins nicht, der Wind und der Druck bleiben.

Was allerdings verwundert, ist die Tatsache, dass du dann trotz des Drucks dem Antrag der Sozis gefolgt bist. Auf deinem schönen, von allen Studienkreisen und Schellenbergern gereinigten Internetauftritt der Stadt kann man sich die eiligst gebastelte B-Vorlage runterladen und siehe da! Hast sie sogar mit dem Sozi-Geschwätz begründet.

http://www.schoenebeck.de/09/rundblick/sitzungstermine2009/2006-1-30_4.pdf


Aber du kannst ja mit den ehemaligen Dezernenten Krüger und Schall eine Selbsthilfegruppe gründen. Fühlt sich ja auf den Schlips getreten, dass neue Glück. Kommen nur unter erschwerten Bedingungen zu einem Sitz und dann wird ihnen vielleicht der wacker aufgeholte Rückstand auch noch genommen. Was sagst du da eigentlich zu? Vor allem, was hältst du vom Gesabber der Ursula? Das Wissen der Weisen scheint es ja nicht zu sein, was sie da in die Vorstellung treibt, sie sei immer noch Finanzerin in der Stadt. Ursula ist ja geblieben, heißt jetzt allerdings Adler...

Wo wir gerade bei Dezernenten sind. Wo ist der Tramp geblieben. Auf einer der letzten Sitzungen wurde er doch inthronisiert. Doch war der Arbeitsaufwand in Relation zur Gehaltsscheckgestaltung scheinbar zu hoch?! Na ja, findet sich bestimmt ein Neuer! Schon gefunden? Der Senioren-Ruder-Mann soll es machen? Sport frei!

Am Montag gibt's Stadtratssitzung! Die erste in der neuen Legislatur! Konstituierende Sitzung heißt es so schön.

http://de.wikipedia.org/wiki/Konstituierende_Sitzung

Mal sehen, wer den Stadtratsvorsitz betreibt. Gleich drei Kandidaten rangeln sich um den Posten. CDU-Huppertz ist intern gegen Christophorus Baudisch angetreten und hat gewonnen! 9:1!!!!!! Die PDS schickt Wunderwaffe Wiswede in Rennen. Und bei den Sozis gibt's Frauen-Power in Form von Sozialtante Grimpel-Benne. Huhu. Wenn der Stadtrat seinen Vorsitz so wählt, wie die BürgerInnen von Schönebeck den OB, so kann sich selbiger wohl bald auf eine SCHWESTER im Parlament einstellen.

Also, sehen wir mal weiter. Am Montagabend geht's weiter...

Sunny Sunday

Your lovely Willi







Samstag, 31. Januar 2009

Knotnujkurkapet für Snöchecebk

Der Handel und Wandel, die Stadtinformation und das Immobiliencenter der Sparkasse trällern alle im Chor: Die Finanzkriese ist auch in Schönebeck angekommen! Zumindest für eine Branche scheint sich ein Lichtstreif am Horizont aufzutun! Die Eisverkäufer!

Das fahrradfahrende Ordnungsamtsleitungsgefüge hat am heutigen Freitag Erlaubnisse zur Sondernutzung für öffentliches Gelände zum Eisverkauf ausgegeben! Ganze drei! Sprich, heuer begrenzt für den Zeitraum des Wochenendes dürfen drei lokale Eisverkäufer am Elbufer, in unmittelbarer Nähe zu unserer neuen Hauptattraktion, des Deichgrafens Elbkahn, Gelati, Gelati anbieten.

Wer sich singend zwischen den Scherenschnitten von Hans-Jürgen und Karli Gehse aufstellt und ein einigermaßen sicheres
Oh Sole (Quell) Mio über die Lippen bringt, erhält eine Kugel samt in diesen Gefilden beliebter Wiener Schale gratis ums Näschen platziert!

Prominenter Eiskugelkratzer an Stand No.3 ist übrigens der Oberbürgermeister persönlich. Allein um den Scharen zu verkünden, dass die freitäglich aufgestellte zweite Figur unter keinen Umständen eine Ähnlichkeit mit seinem Astralkörper hat, begibt sich das Stadtoberhaupt heute um 15:00 Uhr auf das Stückerl Wiese am Elbweg.

Vielleicht werden die Einnahmen aus dieser kuscheligen Aktion, ein paar anständigen Hinweisschildern auf der anderen Seite der Elbe zu Gute kommen. Nicht wahr? Da werden doch tatsächlich gerade wieder Anzeigentäfelchen an gute Freunde und alte Bekannte 'verkauft'. Der tatsächlich individuelle Kreativling im touristischen und heilbadnahen Gewerbe geht mal wieder leer aus..

Ach und wo wir gerade dabei sind, Jungelchen und TeamGehse, stellt doch mal noch ein paar DenkmalsHighlights zwischen Elbufer und Gradierwerk auf! Dann wird vielleicht der alte Traum vom Herrn Architekten wahr! Der sprach nämlich in den neu-neu-neunziger Jahren vom Zusammenwachsen der Ortskerne mittels Abbruch von Mauern, Öffnen von Hinterhöfen und Attraktivierung von Ödflecken.

Na dann, Glück auf!

Wilhelm

Montag, 26. Januar 2009

de Cheff hat jesprochn, wa?!

Alter Schwede, wer hätte das für möglich gehalten. Atze Bürgermeister Haasenmann hat einen Kopf wie ein Elefant und erinnert sich der alten Spielchen von Jung, Hornich und Gehse..

Der Haufen Schrott, den Jung an das Elbufer gebastelt hat, wird erstmal wieder eingemottet werden müssen. Grund dafür ist heftiges auf den Tischkloppen vom Oberbürgermeister persönlich. Frisch und fromm aus dem Krankenstand heraus an den Amtstisch gepurzelt, fiel ihm fast das Essen aus dem Gesicht, als er Vogelstimme und unsere kleine Postille hier las.

Kurze Rede, knallharte Entscheidungen. Klare Kante bewahren. So ist man es vom GröBaZ* gewohnt. Wie jeder Bürger hat auch Herr Jung einen ordentlichen Antrag auf Errichten eines Kunstwerks im öffentlichen Raum zu stellen. Eine Frechheit, eine Dreistigkeit sei die Alleinentscheidung von Herrn Jung gewesen - so Haase speiend, angeblich in der allmontäglichen Dienstberatung.

Also Freunde, wollt ihr eure Klöppelarbeiten oder eure Exponate aus dem Töpferkurs überdimensioniert in den Gefilden der IBA-AREA-SBK aufstapeln, faxt ihr einfach ein Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars an den Leiter des Ordnungsamts. Das ist der Herr Liedicke. Der fährt zwar gern mal entgegen der Einbahnstraßenrichtung mit dem Fahrrad, aber der wird dann kunstkritisch prüfend zu einer gemeinwohlorientierten Entscheidung kommen.

Aber Vorsicht. Pozôr. Keine alten Kamellen von anno Knips aus dem Jahre 1990 hervorholen. Da hat nämlich ein ordentlich gewählter Bürgermeister aus der damaligen Zeit etwas dagegen!

*Größter Bürgermeister aller Zeiten


Willi

Freitag, 23. Januar 2009

Ein Schiff wird kommen

Ein wackerer Rittersmann hat sich aufgemacht, um für das ornitologische Fachmagazin Vogelstimme die Ursache für den überraschend abgestellten Kahn am Elbufer zu recherchieren. Das ein oder andere Spätzchen flötete nämlich, dass es Nacht und Nebel war, als Unbekannte Mitbürger den Koloss aus Stahl auf der Wiese deplatzierten. Keiner weiß, wer es war - nur so viel steht fest, liebe MitbürgerInnen, ich war es nicht!


Die holde Frauenärztin aus dem Elbweg und ihr LAG aus der einzigen wirtschaftlich tätigen Institution im Industriepark West (TRG) wetterten gleich gegen das Schandmal. Weitaus, nach eigenem Bekunden, ästhetisch wohlsituierteres Volk sprach von Isolationismus des Kahns vom Blickpunkt der Geschichte der Kunsttheorie der älteren europäischen Bewegungen, von Malewich‘ Suprematismus bis zur De Stijl Gruppe um van Doesburg und Mondrian in der Retrospektive, der bisherig, ordentlich genehmigt aufgestellten, abstrakten Stehlen aus betrachtet. Heine läßt grüßen.


Doch ward der Übeltäter noch nicht gefunden! Dieser konnte allerdings nicht mit seinem latenten Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom haushalten und die nötigen Psychopharmaka will und wollte ihm auch keiner mehr verschreiben. Also machte er sich mit Aktenordner, schnittiger Lederjacke und Bauplänen auf den Weg zum Rittersmann, der ihn im Fachmagazin wohlfeil präsentieren sollte. Christian Jung der alte Knabe hat vergessen, dass sein Grundstück nur bis zum Zaun und nicht bis zum Ufer der Lâbe reicht und bäng, bäng ballert er den Haufen Schrott auf die Grüne Wiese!

Der JÜNGling sprach es werde Licht, doch ich sags Euch nicht - er kann und konnte sich im investigativen Gespräch nicht erinnern, wen er da vom Antlitz her, für teuer Geld bei CDU-Metall-Hentschel in Auftrag gegeben hat. Die schnell organisierten Leserbrief-Loblied-Schreiber wollen sich da auch nicht so festlegen. Da kann man viel interpretieren. Vielleicht sollten die Damen und Herren mal ein japanisches HAIKU rezitieren, dann fällt ihnen beim Kramen in der Mottenkiste vielleicht auf, dass es sich um den bereits tot gesagten Architekten Karl Friedrich Gehse handelt. Komisch auch, das Jung auch ungefragt jedem die alte Strichzeichnung - ein Selbstportrait von Gehse - unter die Nase hält. Für die Mitbürger, die sich nicht im Dunstkreis vom Hochwasserschutz-Hauke aufhalten möchten, hier, exklusiv für alle, die Originalvorlage für den metallischen Scherenschnitt im Kahn am Elbufer.

Vielleicht registriert der ein oder andere auch das Gekrakel am Rande und es wird dem selbigen klarer um das Gemüt, warum derzeit eine nicht ganz unbekannte Bauausschussvorsitzende Sturm gegen das so genannte Kunstwerk läuft. War da nicht noch was? Freunde der STEG? Die Allianz Gehse - Hornich - Jung & Co. scheint ja noch formidabel im Nachtragsfieber zu darben!

Frei nach der Deagressions-Strategie wird die Stadtverwaltung rund um den derzeitig amtierenden OB K. dem Deichgrafen Christian Jung auch noch schnell eine Gestattung nachschustern, um nicht all zu viel Aufsehen zu erregen. Und mal ehrlich - ist doch auch mal schön - so ein bißchen Privatinitiative. Ein bißchen Kunstgenuss. Gerade, wo die Stadt Schönebeck doch jetzt Standort der Internationalen Bauausstellung geworden ist. Da soll doch die architektonische Kreativität auch mal gern aus Sturköpfen perlen. Perlenfischer Hans-Jürgen weilt ja im Moment im Krankenstands-Urlaub. Der fehlt noch in der Riege der Krakeeler! Hat ja schließlich noch eine Rechnung mit Gehse offen. Einfach unautorisierte Weihnachtskarten mit Hoppelhäschen im verschneiten Rathausfenster verschicken... tse.tse.. Don't verscherz es you mit the Oberbürgermeister, Mr. Architekt!

Die strammen Stammtischbrüder werden ihre Ergüsse dann auch bald in ein sogenanntes Wahlkampfmanifest meißeln und durch die Altstadt tragen. Für 250 Stimmen wird es vielleicht reichen. In den Stadtrat kommt man damit bestimmt, oder vielleicht auch nicht! An der Stelle sei schon einmal gefragt, wer da eigentlich bald auf wessen Liste stehen wird? Angeblich soll ja UWG-Grünling und Elbuferfreund Krüger nicht so ganz mit dem Gebahren des Herrn Jung einverstanden sein. Auch der Elbuferförderverein hält sich von den eigenwilligen Denkmalplatzierungen entfernt und steckt den Kopf in den Sand. Aber in allen Institutionen befinden sich Mitglieder mit Doppelmoral. Welcher Kombo soll man sich welcher Erfolgsaussichten anschließen? Und bei welcher wirft man den Hut? Fragen, die so manchem durch das Grauköpfchen spuken und die Nacht, gehüllt im Nebel, schlaflos werden lassen.

Ich wünsche eine ebensolche, geruhsame!

Willi is back!


Freitag, 11. Juli 2008

Quo vadis Haasi?

Nachdem nun das Fraktionsvorsitzendenvolk und das FraktionsvorsitzendenStellvertretervolk (Wo ist Olaf Droste?) gesprochen hat, sitzt das Häaschen verschüchtert iin der Grube und denkt sich, "wohin? Keiner hat mich mehr lieb? Alle sagen, ich sei zu spät und zu wenig und zu überhaupt!" Steckst du den Kopf in den Sand und denkst an einen Altersruhesitz?

Tja liebe Dame Schall und liebe Herren Stadträte, was macht man mit einem Oberbürgermeister, der die Tantiemen nicht ordentlich verbucht hat, jetzt zurückzahlt, aber sich nicht anständig entschuldigt?

Amtenthebungsverfahren, Disziplinarverfahren, Rüge, Auflösung des Stadtrates? Alles Angelegenheiten, die sicherlich in Betracht gezogen werden können! Sie bedeuten allerdings eines - und zwar eine mutige und mehrheitliche Entscheidung! Schon an der Mehrheit fehlt es! Alle, wie sie da sitzen haben nicht den Arsch in der Hose gegen den großen Guru vorzugehen! Sie müßten alle aufstehen und den Arm heben, wenn es darum geht den feinen Herrn zu stürzen! Ist es nicht schon ein paar mal so gewesen? Kleidergeld, Moesges und Oslo? Erinnert ihr Euch! Immer passt euch etwas nicht, aber immer seid ihr nicht Herr der Lage und steht zusammen... Also wird es auch in diesen Tagen keine andere Entscheidung geben!

Wie stand es doch so schön in der Vogelstimme zur Berichterstattung Eures letzen Trauerspiels? Der gute kleine Krüger, selbst angeklagt, hätte Euch kritisiert, weil ihr in den Einzelhaushalten nicht glesen und gemahnt habt? Na nun seid Ihr auf einmal Schuld! Ihr Bösen! Na nun aber auf zum Waffen wetzen!

Hans-Jürgen, mal ehrlich, in deinem beschissenen Interview, von wegen Mahnungen verlegt und ignoriert...- da hättest du Herr der Stadt sein können und deine Fehler eingestehen müssen! Dazu gehört auch Anstand und Reue! Nicht immer nur alles unter den Rathausteppich kehren! Huch, hat keiner gesehen!

Da die tollen Räte dich auch diesmal nicht vom Throne stürzen werden, hier einige Vorschläge zu Tätigkeiten zu deiner Resozialisierung!

  1. Eine Woche Dienst auf deiner tollen Kehrmaschine vom Bauhof
  2. Eine Woche Dienst als Touristenführer in der Altstadt
  3. Eine Woche, ach nein zwei Wochen Dienst als Streetworker in der Straße Jugend inkl. Wiedereinsatz von Frau Liedicke, inkl.Schieben des Fahrrades
  4. Eine Woche Dienst im Burghof bei Kollegin Lazay, in rosa Zivi-Kluft
  5. Fünf Wochen Dienst in der Suppenküche, sorry Suppen-Oase
  6. Herausputzen des Roten Hauses in der Bahnhofsstraße zur Steigerung des Verkaufspreises
Für weitere Vorschläge ist die Personalabteilung und das Hauptamt für konstruktive Einbringungen gern zu haben. Also, hurtig, hurtig...

A pro posSteigerung des Verkaufspreises! Wie geht es eigentlich der Freifläche am Standort Kaufhaus am Markt und was macht eigentlich der Investor ACF?
Wild entschlossen war er doch!

Grüße

Hermann

Freitag, 23. Mai 2008

Wo ist Hans-Jürgen?

Ja, wo bist du nur, unser Oberbürgermeister? Bei Youtube findet man dich nicht! Für Google Earth bist du zu klein! Man findet dich nicht! Keiner weiß, wo du bist! Oder bist du wie immer in Türkien, wie du das Land am Bosporus mit den günstigen Einkaufsmöglichkeiten nennst? Wieder ein schicker Hut für Frau Gemahlin zur OperettensommerPremiere? Oder kommst du da auch nicht mehr hin, weil die Ausgeburten des Kunstgenusses dich nicht mehr singen lassen? Diese miesen Österreicher? Diese bösen Banausen? Nichtsdestotrotz, wo bist du?
Dein Städtchen vermisst dich!

Wäre ein zu schönes Bild gewesen, du mit Kalli Daehre auf dem Drahtesel vor dem Rathaus! Oder reines Trinkwasser schlürfen in der Kläranlage, um die neuesten Abwasserpreisentwicklungen zu zerreden! Vielleicht hättest du dich auch ein bißchen aufgeregt, über die ein oder andere STADTRÄTIN, die alles besser weiß. Aber der Dieter hat das schon geregelt! Ist zwar nicht auf das Weltrad geklettert, hat aber ansonsten StellvertreterSyndromartig alles im Griff! Echt ein dufter Kerl, der Dieter!

Schade, dass du dich nicht blicken läßt, nirgens! Selbst an deinem Geburtstag warst du nicht da! Keine Lachs-Frischkäse auf Giabatta Häppchen, keine Aloe-Orange Säfte, kein Bier, nüscht war los, wo doch sonst immer eine Riesensause stattfindet und die Jungs von der C-Truppe immer die ersten zum Gratulieren sind! Also, rück raus, wann wird das Halali nachgeholt! Dein Geschenk liegt auch noch eingewickelt rum und verstaubt!

Du wolltest noch so vieles machen
Jetzt ist die Zeit bald aus
So viele wichtige Sachen
Heut nicht, du bleibst zuhaus
Hast drei B-Vorlagen unterschrieben
Und vier Pumpen aufgebaut
So viel Kokosnuss gerieben
So viele Ohren abgekaut
Mit dem LTU-Jet bist du jetzt so rumgejettet von hier über München nach Muselland
Und du hast wieder nicht die Welt gerettet
Dann macht’s halt ein anderer Heiland

Es ist gut, es ist gut, es ist gleich vorbei
Kein Tamtam und kein Heiopei
Es ist gut, du zählst Schafe
Auf das Schönebeck bald schlafe

Wann kommt der Sandmann mit dem Sand und fährt dein Boot – an die Wand
Wann kommt der Sandmann mit dem Sand und fährt dein Boot – an die Wand


Bitte melde dich

Dein Willi